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Sonntag, 7. November 2010

Ich habe geträumt, daß der Hof voller Herbstlaub liegt. Dazwischen Reiskörner.

 

 

 

Am Wegrand:
Ein wilder Rosentrieb stützt die blühende Schafgarbe.

 

 

 

Zu den Rosengewächsen gehören auch Mädesüß und Frauenmantel. Himbeere, Brombeere, Erdbeere und Silberwurz.

Montag, 8. November 2010

Marie Austern sagt: “Durch die Perle atmen!”

Dienstag, 9. November 2010

JETZT:

Der weiße König
steht auf schwarzem Grund.

 

 

Auf dem schwarzen Quadrat.

Mittwoch, 10. November 2010

Hellgrün
gefriert auf der Schulter an.

Freitag, 12. November 2010

Heute habe ich einen Regenbogen gesehen. In der Stadt. Auf einer Fahrt. Es war wenige Augenblicke nach dem Moment, als ich wieder an den Regenbogen aus dem Traum gedacht habe.

Samstag, 13. November 2010

Heute habe ich von einer Schafherde geträumt. Irgendwie gelangte ich auf die andere Seite einer hohen, rötlichen Mauer, welche neben der Straße verlief. Dort befand sich ein Gehöft. Wir (wir waren zu dritt) schritten durch den Hof, und plötzlich öffnete sich uns der Blick auf ein weites Feld, einen Acker, der gerade gepflügt worden war, rechterhand begrenzt von Pappeln, und auf dem sich in einiger Entfernung eine große Schafherde mit vielen vielen Lämmern befand. Es waren so viele. Ich war voller Freude wegen dieser Aussicht. “Eine Schafherde! Da ist ja eine Schafherde!”, dachte und rief ich immer wieder. Die beiden Begleiter befanden sich jetzt rechts und links in einem Abstand von mir. Ich blieb erst einmal stehen, um die Schafe nicht zu erschrecken und zu vertreiben, doch der rechte erlaubte sich einen Spaß. Er bückte sich, nahm etwas, was wie ein Stein aussah, aus einer kreisrunden Fläche in der hohes Gras gewachsen war und warf es in einem hohen Bogen in Richtung der Herde. Ich erstarrte vor Schreck und wollte ihn schon zur Rechenschaft ziehen. Doch es war ein Vöglein, das schlief. Es war kein Stein sondern ein kleines Rebhuhn, das er nach der Schafherde geworfen hat und das dann wohl erwachte. Er tat das, glaube ich, drei Mal. Ich war außer mir und dachte: Das kann er doch nicht machen!

Sonntag, 14. November 2010

Die Sonne erscheint als ein Strahlen.

 

 

 

Früher Abend: am Friedleinsbrunnen im Wald

Nebel steigt auf

Immergrün, ein Meer aus metallischem Blau zwischen dem welken, fahlbraunen Laub. Wogende Wellen den bewaldeten Hügel hinab bis ins silberne Wiesental. Feingliedrige Finger der Blumenhand im Winterschlaf. Zwischen den lichten Stämmen. Tannennadeln, dunkelgrün. Das Immergrün fließt zur Quelle.
Es dämmert schon.

Zwei Hände an meinen Wangen, eiskalt, duftend nach Wald, nach feuchter Erde, nach Laub, nach dem klarem Wasser. Ganz weich sind sie. Rote Wangen. Warm. Wie gut das riecht. So fein. So unaufdringlich. Schließe die Augen. Da möchte ich eintauchen, in diesem Duft. Ihn festhalten. Fast schmerzt mir das Herz. Die steinerne Rinne von der Stelle, an der das Wasser aus dem Felsen tritt bis zu dem kleinen Weiher wurde von Laub und Ästen befreit. Jetzt gluckst das Wasser. Der erste Stern erscheint im Blau der Nacht in den hohen Wipfeln. Der Mond. Atem. Ein Marienbild hoch oben an einem Baum an einer Wegkreuzung. Wir haben die fast hundertjährige Eiche doch gefunden. Auf einmal standen wir davor. Wie still es ist. Von ferne trägt der Wind das kaum wahrnehmbare Motorengeräusch fahrender Autos herbei. Dann wieder Stille. Dunkles Leuchten. Wir sind bald daheim.

Dienstag, 16. November 2010

Heute las ich in einem Buch einen Ausspruch von Dhun’nun, dem Ägypter, dem Fisch. Ich glaube, er wird auch “der Fisch” genannt.:

Was die Augen sehen, ist Wissen.
Was das Herz weiß, ist Gewißheit.

 

 

 

Herz das sieht
erkennt das Licht.
Es spürt,
wovon der andere spricht.

Mittwoch, 17. November 2010

Jemand, eine Frau, geht auf dem Wasser, das so glatt wie ein Spiegel war.
Sie wollte es einfach probieren:

Mein Herz will ihn sehen.

 

 

 

Ein junger Mann kniet auf der Straße.

Samstag, 20. November 2010

Die Lider der Berge sind die Täler.

 

 

Lieder

Donnerstag, 25. November 2010

Ich habe angenommen, daß der betörend süße Duft in der Küche von der weißen Orchidee herrührt, die dort am Fenster steht und blüht.
Aber er ist von einer Frucht. Und diese Frucht duftet so süß. 

Samstag, 27. November 2010

Die weiße Hand gießt schwarz aus

Sonntag, 28. November 2010

Die Eröffnung der ersten Ausstellung meiner Bilder